Apotheke Tschupp
Dr. Christoph Tschupp

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Fit durch den Winter

 
Mit ein paar vorbeugenden Massnahmen und der Immunstimulation durch Echinacea purpurea. Neueste Forschungsergebnisse belegen die Wirksamkeit.
 
Erkältungen sind Erkrankungen, die meistens in der Winterperiode auftreten und durch eine virale Infektion verursacht werden.

Um die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von grippalen Infekten zu verringern, gibt es ein paar einfache vorbeugende Massnahmen. Viel Bewegung an der frischen Luft zusammen mit einer dem Wetter angepassten Kleidung, gesunde und abwechslungsreiche Ernährung mit vielen Vitaminen aus frischem Obst und Gemüse, eine genügende Flüssigkeitszufuhr in Form von Tees und Wasser, sowie genügend Schlaf sind besonders wichtig. Regelmäßige Besuche der Sauna oder Wechselduschen mit kaltem und warmem Wasser werden ebenso empfohlen. Trotzdem lässt sich der Kontakt mit den Erkältungsviren kaum verhindern. Daraus folgt, dass die Stärkung des Immunsystems schon vor der Erkrankung sinnvoll ist.

Weltweit vertrauen Menschen der Heilkraft von Echinacea purpurea L. zur Vorbeugung, wie auch zur Behandlung eines grippalen Infektes. Doch immer wieder werden Verbraucher durch Studien verunsichert, die die Wirksamkeit in Frage stellen. Der Kongress der Gesellschaft für Arzneimittelforschung e.V. widmete dem Thema deshalb am 5. September 2007 einen eigenen Workshop, in dem internationale Forscher aktuellste Erkenntnisse vorstellten. Das Fazit: Echinacea wirkt immunstimulierend und antibakteriell. Es hat eine positive Wirkung in der Erkältungsprophylaxe und zeigt praktisch keine Nebenwirkungen.
 
Wirkmechanismus von Echinacea entschlüsselt: Die Forschung hat Alkylamide als wichtige aktive Inhaltsstoffe von Echinacea identifiziert und ihren Wirkmechanismus entschlüsselt. Die Substanzen docken an den Endocannabinoid-Rezeptor von Immunzellen an und aktivieren so das Immunsystem. Dr. Jürg Gertsch von der ETH Zürich hat diesen Mechanismus vor mehr als zwei Jahren entdeckt und vertieft nun seine Forschungen.

Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen: Bislang gab es keine gesicherten Erkenntnisse über die präventive Wirkung von Echinacea. Eine Meta-Analyse aller klinischen in vivo-Studien zur Erforschung von Wirksamkeit, Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen durch Echinacea, liefert ein neues Bild: Personen, die prophylaktisch Echinacea einnehmen, haben während der Erkältungssaison ein mehr als 50 Prozent geringeres Risiko, eine Erkältung zu bekommen als Personen ohne Prophylaxe. Echinacea-Produkte basierend auf alkoholischen Extrakten zeigten hier bessere Resultate als z. B. Presssäfte. Diese Analyse wurde von Karin Woelkart, Institut Pharmazeutische Wissenschaften an der Karl Franzens-Universität in Graz vorgestellt. Echinacea dürfte somit das einzige Arzneimittel sein, das nachweisbar prophylaktisch bei Erkältungskrankheiten wirkt.

Antibakterielle Wirkung von Echinacea belegt: Immer wieder wurde Echinacea eine antibakterielle Wirkung nachgesagt. Prof. JB Hudson von der British Columbia Universität in Vancouver hat diese Annahme nun großflächig wissenschaftlich untersucht. Dazu wurden Tests mit 6 verschiedenen Echinacea-Extrakten und 15 verschiedenen Bakterienstämmen durchgeführt: Die höchste Wirksamkeit zeigte Echinacea angustifolia in einer Mischung aus Herba (überirdische Teile) und Wurzel. Hier wurde eine hohe Konzentration von Alkylamiden festgestellt. Besonders gegen drei Bakterienstämme, die für die Erkrankung der oberen Atemwege verantwortlich sind, zeigte Echinacea eine gute Wirkung. Es liefert somit einen Zusatznutzen. Ergänzend zur Unterstützung des Immunsystems werden Bakterien in ihrer Ausbreitung gehemmt oder gar abgetötet. Eine solche Mehrfachwirkung besitzt kein synthetisches Produkt.
 
Keine Nebenwirkungen: Auch bei der Nutzung von pflanzlichen Heilmitteln muss die Frage nach Nebenwirkungen beantwortet werden. Wissenschaftler der School of Pharmacy der University of London untersuchten den Einfluss von Echinacea auf die P450-Enzyme, die im Körper für die Entgiftung verantwortlich sind. Werden diese Enzyme ungünstig stimuliert oder blockiert, zeigen sich negative Auswirkungen im Stoffwechsel. Die Untersuchung belegt, dass Echinacea die relevanten Enzyme nur gering beeinflusst und somit nicht klinisch relevant ist. Werden Echinacea-Produkte den Empfehlungen entsprechend eingenommen, sind keinerlei Nebenwirkungen wegen zu starker P450-Hemmung zu erwarten.

Frischpflanzenpräparate aus Echinacea können sowohl bei der Prophylaxe, wie auch der Behandlung im Akutfall eines grippalen Infekts, eingesetzt werden. Unterstützend werden auch verschiedene Vitaminpräparate verwendet. (vgl. auch Vitamine von A-Z)

Lassen Sie sich bei uns beraten.
 

 
 
Echinacea purpurea L. Roter Sonnenhut
 
Echinacea purpurea
(Roter Sonnenhut)
 
 
     
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