Apotheke Tschupp
Dr. Christoph Tschupp

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Grüner Star - was ist das?

Grüner Star - oder Glaukom - ist eine Bezeichnung für eine ganze Gruppe von
Augenerkrankungen. Bei Betroffenen wird langsam der Sehnerv geschädigt: Dort,
wo die Nervenzellen der Netzhaut unwiderruflich zerstört werden, entstehen
bleibende Gesichtsfeldausfälle. Das Gefährliche: Grüner Star entwickelt sich
schleichend. Erste Krankheitsanzeichen kann der Augenarzt am Sehnerv frühzeitig
erkennen. Wenn der Patient jedoch bemerkt, dass etwas mit seinen Augen nicht
stimmt, ist die Erkrankung meistens schon weit fortgeschritten. Spätestens dann
sollte man zum Augenarzt gehen. Grüner Star ist weiter verbreitet, als man denkt.
In Europa gehört er zu den häufigsten Ursachen für Erblindung.

Wie entsteht Grüner Star?

Häufig ist Grüner Star mit einem erhöhten Augeninnendruck verbunden. Dieser ist
der wichtigste medikamentös beeinflussbare Risikofaktor. Der Mechanismus, wie
Grüner Star entsteht, ist im Detail noch nicht bekannt. Es liegt jedoch ein
verminderter Abfluss des Kammerwassers vor. Durch die Flüssigkeit, die sich im
Auge ansammelt, erhöht sich der Augeninnendruck. Der Sehnerv kann dadurch
chronisch geschädigt werden.

Könnte es auch mich treffen?

In der Schweiz leiden etwa 150’000 Menschen an Grünem Star. Bis zu drei Prozent
der Bevölkerung ab 40 Jahren sind betroffen. Erschreckend ist: Im Alter zwischen
40 und 80 Jahren nimmt die Zahl der Erkrankten um das Zehnfache zu. Bereits
65-Jährige leiden dreimal häufiger an Grünem Star als 40-Jährige. Aber längst
nicht alle Betroffenen lassen sich behandeln. Nur etwa jeder Zweite weiss von
seiner Krankheit. Ohne Behandlung kann Grüner Star über Jahre hinweg zum
Erblinden führen.

Wie entsteht der Augeninnendruck?

Das Auge produziert im Innern Kammerwasser. Dieses liefert unter anderem die
Nährstoffe für Hornhaut und Linse und zirkuliert im Auge. Innerhalb dieses
Systems fliesst ein Teil des Kammerwassers ab. Der Augeninnendruck wird durch
das Kammerwasser aufgebaut. Wird mehr Kammerwasser produziert als abfliesst,
erhöht sich der Augeninnendruck.

Fit und trotzdem krank

Der erhöhte Augeninnendruck verursacht fatalerweise keine Schmerzen und wird
darum oft nicht oder zu spät erkannt. Man fühlt sich fit, hat keine Beschwerden
und doch stimmt etwas nicht. Das Risiko für Grünen Star steigt. Dieser ist oft
verbunden mit einem erhöhten Augeninnendruck - jedoch nicht immer. Bis zu
zehn Prozent der über 40-Jährigen haben einen erhöhten Augeninnendruck.
Mit dem Alter nimmt die Zahl der Betroffenen zu.

Risikofaktoren für Grüner Star

-Erhöhter Augeninnendruck
-Alter
-Familiäre Belastung
-Zuckerkrankheit
-Hoher Blutdruck
-Kurzsichtigkeit

Was ist der Unterschied zwischen erhöhtem Augeninnendruck und

Grünem Star?

Der erhöhte Augeninnendruck entsteht, wenn das Auge mehr Kammerwasser
produziert, als abfliesst. Dadurch kann der Sehnerv geschädigt werden. Diese
Schädigung wird Grüner Star genannt.

Wie schnell verläuft die Krankheit Grüner Star?

Normalerweise entwickelt sich diese Augenerkrankung über Jahre hinweg. Dieses
Schleichende ist das Gefährliche an der Krankheit. Man merkt lange nicht, dass
man davon betroffen ist.

Wann muss ich zum Augenarzt?

Ab dem 40. Lebensjahr sollte man seine Augen unbedingt regelmässig beim
Augenarzt kontrollieren lassen. Denn mit dem Alter wird oft auch eine Lesebrille
notwendig. Warum dann nicht beim Augenarzt gleich auch den Augeninnendruck
messen lassen?
Risikopatienten sollten Ihre Augen schon früher untersuchen lassen. Zum Beispiel
wenn in der Familie Grüner Star vorkommt. Auch für Diabetiker ist es wichtig, dass
sie regelmässig zum Augenarzt gehen.

Wie merke ich, dass ich Grüner Star habe?

Nur der Augenarzt kann erkennen, ob Sie Grüner Star haben. Da man einen
erhöhten Augeninnendruck nicht spürt und sich Grüner Star schleichend und
lange unbemerkt entwickelt, ist die Früherkennung sehr wichtig. Lassen Sie
deshalb Ihre Augen regelmässig untersuchen. Eine frühzeitige Erkennung
und Behandlung bringt Erfolg.

Was passiert beim Augenarzt?

Der Augenarzt wird für die Diagnose nach Risikofaktoren wie dem Augeninnendruck
suchen. Für die Messung des Augeninnendruckes - auch Tonometrie genannt
- stehen heute verschiedene Geräte zur Verfügung. Eine Augenuntersuchung ist
dabei weder unangenehm noch gefährlich. Auch die Beurteilung des
Sehnervenkopfes (oder Papille), des Kammerwinkels und des Gesichtsfeldes
spielen für die Diagnose eine Rolle. Für die Untersuchung des Gesichtsfeldes gibt es
computergestützte und auch manuelle Tests.

Wie gross ist mein Risiko, an Grünem Star zu erkranken?

Wenn Sie nur eine der folgenden Fragen mit Ja beantworten, dann sollten Sie
regelmässig - etwa alle zwei Jahre - Ihren Augenarzt aufsuchen.

-Sind Sie über 40 Jahre alt?
-Haben Sie einen erhöhten Augeninnendruck?
-Sind Sie kurzsichtig?
-Leiden Sie an Bluthochdruck?
-Kommt in Ihrer Familie Grüner Star vor?
-Leiden Sie an Diabetes?

Eine Therapie ist möglich

Bei rechtzeitiger Behandlung von Grünem Star lässt sich eine mitunter schwere,
bis zur Erblindung führende Sehbehinderung fast immer verhindern. Der
erhöhte Augeninnendruck ist der wichtigste medikamentös beeinflussbare
Risikofaktor. Ihr Augenarzt wird Ihnen möglicherweise Augentropfen zur
Senkung des Augeninnendruckes verschreiben. Sie sind Standard bei der
Behandlung von Grünem Star. In Ausnahmefällen werden Tabletten
verschrieben. Operationen und Laserbehandlungen kommen als letzte
Massnahmen in Frage.

Welche Therapie?

Wichtig bei der Wahl der Behandlung sind die Wirkungs- und Verträglichkeitsprofile.
Unter den Therapien zu nennen wäre, neben den Betablockern, die heute
verbreitete Wirkstoffklasse der Prostaglandin-Analoga. Ebenfalls von Bedeutung ist
eine einfache Anwendung. So kann eine nur einmal täglich notwendige Anwendung
für den Patienten die Behandlung erleichtern. Solche Augentropfen wirken auch die
Nacht hindurch.
Wer an Grünem Star leidet, muss ständig und oft lebenslang behandelt werden.
Bestehende Schädigungen des Sehvermögens können nicht rückgängig gemacht
werden. Das Ziel der Therapie ist eine Stabilisierung des Sehvermögens. Eine
frühzeitige Erkennung und Behandlung der Krankheit ist darum zentral.

Richtig angewendet

Hat Ihnen Ihr Augenarzt Augentropfen verschrieben? Nehmen Sie sich täglich
genug Zeit, um die verordneten Tropfen gewissenhaft einzuträufeln. Tropfen
Sie immer zur selben Zeit und träufeln Sie immer nur einen Tropfen ein.
Kneifen Sie nach dem Tropfen nicht die Lider zu und ziehen Sie nicht zu
stark am Unterlid, sonst geht zu viel Wirkstoff verloren.

Möchten Sie mehr Informationen rund um das Thema Grüner Star?

Sprechen Sie mit Ihrem Augenarzt oder informieren Sie sich im Internet unter:
www.glaucoma.ch
 
     
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